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Inhaltsbereich :Kulturgüter

Besonders der sich als erster freischaffender Künstler niedergelassene Josef Bisa (1908 -1976) prägte das Kunstschaffen der ganzen Innerschweiz. Viele seiner Werke sind in Brunnen zu besichtigen:

Denkmal Othmar Schoeck

Dieses Denkmal wurde zur Erinnerung an den Komponisten Othmar Schoeck geschaffen (Othmar Schoeck Promenade).

Bartlibrunnen

Bartlibrunnen hinter der Dorfkapelle, 1937

Brunnen beim Bahnhof

Brunnen beim Bahnhof, 1951, Bronzegruppe

Brunnen in der Kleinstadt

Brunnen in der Kleinstadt, 1967, Stiftung der QWV an die Gemeinde

Brunnen bei der Dorfkapelle

Brunnen bei der Dorfkapelle

Brunnen bei den Kornmatt

Brunnen bei den Kornmatt-Schulhäusern

Brunnen bei der Leewasserbrücke

Brunnen bei der Leewasserbrücke, Bahnhofstrasse, Stiftung der QWV an die Gemeinde von Bruno Pfyl (Findling aus hiesiger Gegend)

Der alte Ziehbrunnen in Wylen

Der alte Ziehbrunnen in Wylen

Die Dorfgeschichte erwähnt einen Sodbrunnen, den Ziehbrunnen in Wylen. In einer älteren Zeitschrift steht der Hinweis, «dass die Bürger der Ortschaft Wylen am Fusse des Urmiberges stolz darauf sind, den ältesten Brunnen im Kanton Schwyz zu besitzen». Wiederholt wurde der 700jährige Ziehbrunnen renoviert. Er steht unter Denkmalschutz und soll der Nachwelt als Zeuge alter Zeiten erhalten bleiben. Die angebrachte Gedenkplakette weist poetisch darauf hin:

"Wie alt ich sei, das frägst Du mich?  
Gewiss nicht jung, da irrst Du Dich.
Noch eh Du warst auf dieser Welt, hab' siebenhundert Jahre schon gezählt.
Als Seltenheit im Schwyzerland, schenkt man mir heut' ein neu Gewand.
Erquickung gab ich Mensch und Vieh,
gar willig allen - streikte nie.
Drum bring ich eine Bitt' Euch dar:
Pflegt so mich weiter 1000 Jahr!" 
(Spruch vermutlich von Dr. Hermann Stieger, angebracht anlässlich der bisher letzten Renovation 1949)

-Wandbild "Zu neuen Ufern" von Hans Schilter, Goldau (Wand Kornmattschulhaus)

Wylerbrücke

Wylerbrücke

Die 35 m lange gedeckte Holzbrücke - als "Wylerbrücke" benannt - hat bereits 1555 bestanden. Eine Chronik sagt dazu: "...an der Landstrasse so von der wiler brüggen gen Seewen gad." Über sie dürfte auch der alte Weg nach Gersau geführt haben. Der heutige Zustand datiert von 1716.

Die Wylerbrugg gab im 17. Jahrhundert zu Ratsbeschlüssen Anlass, weil unklar war, wer unterhaltspflichtig war. Das Landbuch von Schwyz, hg. von Martin Kothing/1850 dazu: "Dieweilen sich Endtzünschendt unser gnedig Herren und einer Nachparschafft zueweilen wegen des Weilerstägs mehrmalen wegen Machung und Erhaltung dessen Streidt ereigt...".

Im Jahre 1977 wurde die alte "Wylerbrücke" flussaufwärts verschoben und einwandfrei renoviert. Sie steht unter Denkmalschutz. Mit Beschluss vom 7. Juli 1977 hat der Bezirksrat Schwyz die Wylerholzbrücke der Gemeinde Ingenbohl zu Eigentum und Unterhalt übertragen.

Letzimauer

Brunnen gewinnt an Bedeutung und die Letzimauer wird gebaut

Durch den Handel über den Gotthard gewann auch Brunnen im Hochmittelalter als Zwischenstation an Bedeutung. Aus dieser Zeit stammt der alte Verteidigungswall, dessen Überreste heute noch im Aeskulap-Park zu sehen sind. Die Wehranlage muss als Bestandteil zum Schutze des Schwyzer Talkessels gesehen werden.

Brunnen gewinnt durch Gotthardroute an Bedeutung
Zwischen der Einmündung des Leewassers in den Vierwaldstättersee und dem Abhang des Ingenbohler Waldes entstand im Hochmittelalter die Ufersiedlung Brunnen. Fischer und Schiffsleute bewohnten das Dorf, das mit zunehmender Bedeutung der Gotthardroute zum Hafen des Landes Schwyz und zum Verladeort für den wichtigen Viehhandel mit dem Tessin und Italien wurde. Zwischen 1291 und 1305 errichteten die Landleute einen Letzi (Schutzmauer). Er erstreckte sich vom Gütsch bis zur Muota. Im Park der Aeskulap-Klinik ist dieses mittelalterliche Bauwerk noch auf einer längeren Strecke zu erkennen.

Steinbruch für öffentliche Bauten
Mit der Zeit verlor der Letzi seine Bedeutung und wurde als Steinbruch für Kirchen und andere öffentliche Bauten verwendet. Ursprünglich war die Mauer bis zu vier Meter hoch. Heute stehen die Überreste bis zu zwei Meter tief in der Erde. Ein kleiner Abschnitt des Letzis wurde 1989/1990 freigelegt und untersucht.

Eine Verteidigungsmauer
Der Letzi – eine Steinmauer für Verteidigungszwecke – verlief vom Gütsch bis zur Muota. Im Dorfbereich waren noch Holzpalisaden im Wasser vorgelagert, welche als Wellenbrecher, aber auch als Hindernis für Angreifer vom See her dienten.

Kein Hochwasserschutz
Als eigentlichen Hochwasserschutz waren die Letzimauern jedoch nicht gedacht – sie hätten keine Wirkung gegen die Kraft des Wassers gehabt. Zu dünn waren die Mauern, zudem waren die Steine nur primitiv aufeinander aufgeschichtet. Hier zeigt sich, dass in der Innerschweiz gegenüber anderen Regionen in Europa bautechnisch eben noch sehr rustikal vorgegangen wurde. Ja, die Eidgenossen galten damals in Europa als ein kulturloses Barbarenvolk.

Mauer steht im Zusammenhang mit der Loslösung des Standes Schwyz von Habsburg
Die Letzimauern dienten deshalb nur als Verteidigungsmauern und müssen in strategischer Hinsicht im Zusammenhang mit der Loslösung des Standes Schwyz von Habsburg betrachtet werden. Zudem sind die Letzimauern von Brunnen nicht isoliert zu betrachten. Man muss sie im Gesamtzusammenhang mit den anderen Letzimauern sehen, welche sich damals quer durch das Tal beim Zugersee bei Arth befanden und nördlich von Rothenthurm (Überbleibsel ist der Letziturm) – quer durch das Hochmoor.

Verteidigungsmauer Brunnen im Verbund mit der Arther und Rothenturmer Mauer
Die Schwyzer wussten schon damals, wo sie Verteidigungswälle bauen sollten, damit sie im Talkessel vor Eindringlingen geschützt sind. Diese drei oben erwähnten Zugänge (vom See her, vom Zugersee her und von Rothernthurm her) waren die einzigen für die Habsburger, um mit deren Heeren in Schwyz einzufallen.

Letzmauer – Verteidigungsanlage für Seeangriffe von Luzern aus
Durch die drei Verteidigungswälle konnten die Habsburger nicht mehr von Norden her kommend durch das Hochmoor marschieren. Sie konnten auch nicht mehr vom Aargau her kommen (Richtung Arth). Und auch nicht mehr über den Seeweg mit ihren Kriegsbarken von Luzern aus. Denn damals waren die Luzerner noch die Feinde von Schwyz – gehörten die Luzerner und deren Soldaten doch noch zu Habsburg. Also musste man sich vor den Luzernern schützen, welche über den Seeweg kommen konnten. Deshalb also die Brunner Letzimauer.

Damit bestand nur noch eine Lücke: Morgarten
So gesehen war der Letzi in Brunnen ein völlig überlegter logischer Verteidigungswall. Die Schwyzer wussten, dass damit nur noch eine Lücke vorhanden ist, bei welcher man nach Schwyz einfallen kann: Bei Morgarten. Die Schwyzer waren sich aber auch bewusst, dass diese einzige Möglichkeit tödlich für die Habsburger sein wird, da Morgarten sehr eng und ideal für einen Guerillaüberraschungsangriff der Schwyzer auf die Habsburger geeignet ist. So ist es denn auch gekommen. 

Wichtige Daten im Zusammenhang mit der Letzimauer:
1291 schliessen sich die drei Bünde Uri, Schwyz, Unterwalden zusammen. Da die Habsburger zwischen 1291 und 1305 mit Thronerbstreitigkeiten intern beschäftigt waren, sahen die Schwyzer die Zeit als richtig, keine Steuern mehr an die Habsburger zu bezahlen. Wussten sie doch, dass die Habsburger-Armeen anderswo benötigt werden. Dennoch wussten die Schwyzer: Wenn die Habsburger die Streitigkeiten bereinigt haben, werden sie ihr Recht zurückfordern – und das mit Gewalt. Deshalb bauten die Schwyzer zwischen 1291 und 1305 die betreffenden drei Wälle. Somit waren sie vorbereitet für die vorauszusehende Auseinandersetzung. Da die habsburger bei den drei Verteidigungswällen nicht durchkommen konnten, nahmen sie - wie von den Schwyzern erwartet – den Weg über Morgarten. Die Schwyzer standen bereit und konnten den Habsburgern am 15. November 1315 eine vernichtende Niederlage beibringen. Ein Überraschungscoup für die hochgerüstete habsburgerarme – nicht aber für die Schwyzer.