Zu den Bereichen

Inhaltsbereich :Bereich Pflege und Betreuung

Pflege

Für die Pflege und Betreuung der 96 Bewohner und Bewohnerinnen sind 71 Pflegemitarbeiterinnen in 45 Vollzeitstellen verantwortlich. Die Bewohner und Bewohnerinnen werden täglich bei ihren Ressourcen individuell unterstützt, dabei spielt die Bezugspflege eine zentrale Rolle. Die Autonomie der Bewohner und Bewohnerinnen steht bei uns prioritär und fordert uns jeden Tag aufs Neue. Nach Möglichkeiten erfüllen wir die Wünsche der Bewohner und Bewohnerinnen und deren Angehörigen. Wir begegnen dem Bewohner mit Geduld, Empathie, Wertschätzung, Humor und Flexibilität. Der Alltag wird familiär gestaltet und zusammen genossen, sei es mit Spielen, Ausflügen, Basteln, Spazieren, Backen etc.

Wir freuen uns auf viele weitere interessante, abwechslungs- und erlebnisreiche Tage mit den Bewohnern unserem Alterswohnheim Brunnen.

Pflegekonzept Demenz

Für nicht demente Menschen ist das Verhalten eines erkrankten Menschen nur schwer zu verstehen. Deshalb kann es oft zu Konflikten und Aggressionen gegenüber verwirrten Menschen kommen.

Das Alterswohnheim Brunnen ermöglicht demenzkranken Menschen durch eigens eingerichtete Abteilung grösstmögliche Sicherheit und Autonomie. Auf einer Abteilung mit ausschliesslich dementen Menschen kann leichter mit den Stärken der Betroffenen gearbeitet werden. Die Abteilung zeichnet sich aus durch eine beschützende Unterbringung, einen geschützten Aussenbereich und Wintergarten, Einzelzimmer sowie mit einem Werkraum und Snoezelzimmer.

Die Persönlichkeit eines Menschen zu erfahren und zu erkennen, ist für den Umgang mit Demenzkranken von grosser Bedeutung. Das Wissen um die Biografie des Betroffenen ist ein wesentlicher Bestandteil des Pflegekonzeptes auf der Demenzabteilung.Durch die gezielte Kommunikation und Validation wird die Nähe und das Vertrauen zu den Bewohnern aufgebaut und gestärkt.

Ein weiterer Pflegeschwerpunkt ist die Basale Stimulation. Hierbei werden über die verschieden Sinnesorgane Reizerfahrungen zugeführt, wie durch das Spüren des eigenen Körpers, Hören von gezielten Geräuschen, usw. Dadurch wird das Gehirn stimuliert und dazu angeregt, neue Wahrnehmungs- und Reaktionsmöglichkeiten aufzubauen.

Dementielle Erkrankungen zeichnen sich einerseits durch einen fortschreitenden Abbauprozess und anderseits durch gravierende Schwankungen der Tagesform aus. Das bedeutet, dass die augenblickliche Tagesform den pflegerischen Alltag bestimmt. Die betroffenen Bewohner legen daher ihren eigenen Tagesrhythmus fest.

Diese flexible und auf den Bewohnern angepasste Pflege gestattet den Betroffenen den Tag ohne belastenden Zeitdruck, sondern mit Gelassenheit zu erleben.

Aktivierung

Grundbedürfnis eines jeden Menschen ist es, sein Leben als sinnvoll zu empfinden. Das abwechslungsreiche Beschäftigungsangebot sorgt dafür, dass unsere Bewohner auch im hohen Alter einen erfüllten Alltag erleben können. (gemäss Übersichtsprogramm)

Neben diesen wöchentlich wiederkehrenden Angeboten feiern wir selbstverständlich auch die jahreszeitlichen Feste, wie etwa Fasnacht, Ostern, 1. August, Weihnachten oder Silvester. Zusätzlich finden immer wieder musikalisch Veranstaltungen im Alterswohnheim statt (gemäss Veranstaltungskalender).

Für Bewohner welche nicht frühzeitig zu Bett gehen wollen, bietet das Abendcafe die ideale Möglichkeit Kontakte zu pflegen.

Auf den Abteilungen können jederzeit Beschäftigung und Aktivierungsangebote wie Backen, Kochen oder Vorlesen, usw. durchgeführt werden sofern die Zeitressourcen zur Verfügung stehen. Wünsche, Bedürfnisse sowie Gewohnheiten werden aus der Biografie mit einbezogen.

Kinästhetik

Das zentrale Thema von Kinaesthetik ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung bei alltäglichen Aktivitäten. Mit Kinaesthetik können Menschen jeden Alters die Qualität der eigenen Bewegung, den persönlichen Handlungsspielraum und die Anpassungsfähigkeit im Alltag verbessern

Die Kinaesthetik ist ein Handlungskonzept, mit der die Bewegungen von Bewohnern schonend unterstützt wird. Durch die Kommunikation über Berührung und Bewegung wird die Motivation deutlich verbessert.

Es ist uns wichtig, dass die Bewohner ihre Bewegungsmöglichkeiten so weit wie möglich ausschöpfen und ihre Bewegungskompetenz erhalten und/oder erweitern. Dadurch entfalten sie mehr Eigenaktivität und der Bewohner nimmt am Prozess aktiv teil.

Gerontologie